Copyright: T’s Communications Corp. 2009-2018 Die Rebsorten Riesling Der Riesling gehört zurecht zu den ganz großen Rebsorten und ist der Inbegriff deutscher Weinkultur. Angebaut wird der Riesling in Deutschland seit dem 15. Jahrhundert. Die Robustheit der Rebstöcke und die lange Reifezeit der Trauben sind typisch für den Riesling. Zwar stellt der Riesling keine Ansprüche an den Boden, dafür aber an die Menge an Energie, die er während seines Wachstums tanken kann – kein Wunder also, dass er vorzugsweise an den steilen, sonnigen Berghängen von Rhein und Mosel angebaut wird. Das Angebot an Rieslingweinen ist in Deutschland fast unüberschaubar groß. Charakteristisch für den Riesling sind seine natürliche Säure und die gute Lagerfähigkeit sorgsam ausgebauter Weine. Grauer Burgunder Der Graue Burgunder kam vermutlich im 14. Jahrhundert über einen Umweg über die Schweiz und Ungarn aus dem Burgund in die anderen deutschen Weinanbaugebiete. Im 18. Jahrhundert wurde er unter dem Namen „Ruländer“ durch den Kaufmann Johann Ruland aus Speyer als süßer, kräftiger Wein bekannt. Heute wird die ertragreiche Grauburgunder-Rebe allerdings meist trocken ausgebaut. Die gehaltvollen Weine sind überaus vielfältig – sowohl, was die Farbe, als auch ihre Fruchtaromen anbelangt. Chardonnay Der Chardonnay ist wohl eine der bekanntesten Weißweinreben - und gleichzeitig eine der hochwertigsten. Wer ihn in einem Atemzug mit dem Riesling oder dem Sauvignon Blanc im Munde führt, ordnet ihn in seiner Qualität sicher nicht falsch ein. Auch wenn die Rebsorte in erster Linie mit Frankreich in Verbindung gebracht wird, stehen heute doch die meisten Rebstöcke seiner Art in Kalifornien. In Deutschland wurde die Rebsorte erst im Jahre 1991 zugelassen. In der rheinhessischen Heimat unserer Weine gedeiht sie besonders gut - das Weingut “Wohlgemuth- Schnürr” zeigt mit seiner Chardonnay Spätlese, dass seine Weine den Vergleich mit denen anderer Anbaugebiete nicht zu scheuen brauchen. Spätburgunder Der Spätburgunder (auch Pinot Noir genannt) gehört zu den Königen unter den Rebsorten – er steht deswegen bei den Rotweinreben auf einer vergleichbaren Qualitätsstufe wie der Riesling bei den Weißweinen. Diese alte Rebsorte wird schon seit dem 9. Jahrhundert in Deutschland angebaut. Ihr Anbau ist anspruchsvoll – sowohl, was das Klima und die Böden, aber auch, was die Pflege anbelangt. Die Weine gehören zu den besten der Welt. Übrigens lassen sich aus den roten Spätburgundertrauben auch weiße Weine keltern („Blanc de Noirs“). Spätburgunder-Rotweine fallen besonders durch ihren samtigen Geschmack und ihr fruchtiges Aroma auf. Man trinkt sie vorzugsweise bei 16 bis 18°C. Cabernet Sauvignon Eine der bekanntesten Rebsorten der Welt, auf die die Winzer schon seit dem 17. Jahrhundert bauen. Ihre Weine sind reich an Tanninen, von dunkelroter Farbe und fruchtigem Aroma und meist gut lagerfähig. Merlot Der Merlot gehört zu den Spitzenrebsorten – er verlangt ein Höchstmaß an Pflege und stellt hohe Anforderungen an den Anbau. Er gehört zu den früh treibenden Weinen und reagiert deswegen besonders empfindlich auf frostige Frühlingsnächte. Andererseits kann er auch meist früher als andere Rebsorten gelesen werden. Wahrscheinlich stammt der Merlot aus der Region Bordeaux in Frankreich, wo er seit dem 18. Jahrhundert angebaut wird. In Deutschland findet man seine Rebstöcke erst seit 1997. Seine dunkelroten, fruchtigen und geschmeidigen Weine machen ihn zum perfekten Begleiter für eine große Vielzahl an Gerichten. Dornfelder Diese Rebsorte geht auf eine Züchtung aus dem Württenbergischen zurück, die sie in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat. In ihr finden sich die Eigenschaften von Frühburgunder, Trollinger, Portugieser und Limberger wieder. Ursprünglich hatte man den Wein als „Deckrotwein“ zur Verstärkung der roten Farbe bei helleren Rotweinsorten angebaut. Inzwischen ist der Dornfelder aber als eigenständige Rebsorte nicht nur beliebt, sondern hat Qualitäten erreicht, die sich durchaus mit den klassischen Rotweinreben vergleichen lassen. Die Dornfelder-Rebe bringt gehaltvolle und sehr geschmeidige Weine hervor – immer sind diese an einer ungewöhnlich tiefroten Farbe zu erkennen. Saint Laurent Die Herkunft dieser uralten Rebsorte liegt im Dunkeln, ist aber wohl in Frankreich zu suchen. Vor nicht allzu langer Zeit war die Saint Laurent Rebe in Deutschland nur selten anzutreffen – inzwischen erfreut sie sich wieder wachsender Beliebtheit. Ihr Name geht auf auf den Heiligen Laurentius zurück – sein Gedenktag ist der 10. August, wenn die Saint Laurent-Traube ihren Reifeprozess beginnt. Auch wenn die Rebe nur mittleren Ertrag bringt, sind ihre Moste die Grundlage für kräftige und frisch- fruchtige Rotweine und Roséweine für anspruchsvolle Weinfreunde.